Vorsorge wegen CORONA-Virus

Die Bundesregierung hat empfohlen, die Sozialkontakte so weit als möglich zu reduzieren um die Ansteckungsrate zu senken und unser Personal, die Kunden und alle die Personen, mit denen man Kontakt hat, zu schützen.

Da wir Kunden z.B. im Lebensmittelbereich und in der Telekommunikation haben, können wir unseren Betrieb natürlich nicht komplett schließen. Einige unserer Kunden müssen jedoch schließen oder haben nur eingeschränkt offen. Viele Kunden haben deshalb schon Einsätze storniert.

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, unsere Mitarbeiter in Service, Wartung und Montage so weit möglich entweder von zu Hause aus Arbeiten zu lassen (und sich nicht unnötiger Weise in der Firma zu treffen) oder einzelne Mitarbeiter während zumindest der nächsten 2 Wochen zu beurlauben, bis wir abschätzen können, wie sich die Situation entwickelt.

Das Büro wird ebenfalls nicht besetzt sein oder nur mit max. 1 Mitarbeiter für Warenannahme und Ausgabe, ev. Postempfang und Versand. Alle anderen Mitarbeiter werden entweder beurlaubt und sind auf Bereitschaft oder können vom Home-Office mittels Teleworking auf unser System zugreifen; telefonisch sind alle weiterhin zu erreichen.

Am 23.3.2020 werden wir vermutlich per 16.3.2020 (ev. wenn möglich schon ab 1.3.2020) die von der Bundesregierung neu angebotene Kurzarbeit anmelden.

Kurzarbeit CORONA ist die vorübergehende Herabsetzung der Normalarbeitszeit und des Arbeitsentgelts wegen wirtschaftlicher Beeinträchtigung, die durch die praktische Schließung der Betriebe durch die Maßnahmen der Bundesregierung entsteht. Sie hat den Zweck, die Arbeitskosten vorübergehend zu verringern und die Beschäftigten zu halten.

In Kurzarbeit verringern die Beschäftigten ihre Arbeitszeit um bis zu 90 % und erhalten dennoch den Großteil ihres bisherigen Entgelts weiter (Nettogarantie).

Der Arbeitgeber erhält vom AMS (Arbeitsmarktservice) eine Beihilfe (Ausfallstunden mal Pauschalsatz), wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Die Beihilfe deckt den Großteil der Mehrkosten, die durch die Nettogarantie anfallen.

Während der Kurzarbeit sind auch arbeitsfreie Zeiten möglich.

Dazu hier die wichtigsten Informationen des AMS, das die Kurzarbeit verwaltet:

Was sind die Ziele der Kurzarbeit?

  • betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden

  • Sicherung von Beschäftigung in Österreich

  • Betriebliches Knowhow sichern

  •  Flexibilität im Personaleinsatz bewahren

  • Die Beschäftigung soll zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Zusammenhang mit COVID-19 gesichert werden.
     

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Vorübergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten in Zusammenhang mit COVID-19 (Corona).

  • Arbeitszeitausfall: mindestens 10% und maximal 90% der gesetzlich oder kollektivvertraglich festgelegten Normalarbeitszeit. Innerhalb des Kurzarbeitszeitraumes ist eine Ausfallzeit bis zu 100% möglich, im Durchschnitt des Kurzarbeitszeitraumes dürfen aber 90% Ausfallzeit nicht überschritten werden.

  • COVID-19-Sozialpartnervereinbarung über die näheren Bedingungen der Kurzarbeit, insbesondere: Geltungsbereich, Dauer, Aufrechterhaltung des Beschäftigungsstandes, Festlegung des Arbeitszeit-Ausfalls.
     

Wen fördern wir – und wen nicht?

Unternehmen: Förderbar sind alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Die Beihilfe können Sie für alle Ihre Arbeitskräfte beantragen, die wegen der Kurzarbeit weniger arbeiten. Lehrlinge sind dann förderbar, wenn sie von der Sozialpartnervereinbarung umschlossen sind (vorbehaltlich der entsprechenden Novellierung des BAG), Mitglieder des geschäftsführenden Organs sind förderbar, wenn sie ASVG-versichert sind.
 

Was bedeutet die Kurzarbeit für die Arbeitskräfte?

Die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber hat je nach Höhe des Brutto-Entgelts vor Kurzarbeit seinen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern ein reduziertes Entgelt zu bezahlen.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten in etwa

  • bei einem Bruttoentgelt vor Kurzarbeit bis zu € 1.700,- 90% des bisherigen Nettoentgeltes;

  • bei einem Bruttoentgelt vor Kurzarbeit bis zu € 2.685,- 85% des bisherigen Nettoentgeltes;

  • bei einem Bruttoentgelt vor Kurzarbeit bis zu € 5.370,- 80% des bisherigen Nettoentgeltes.

  • Lehrlinge erhalten weiterhin 100% ihrer bisherigen Lehrlingsentschädigung (Lehrlingsentgelt).
     

Wie unterstützt das AMS das Unternehmen?

Das AMS ersetzt im Nachhinein der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber gemäß festgelegten Pauschalsätzen die Kosten für die Ausfallstunden.
 

Wie hoch sind die Beihilfen für das Unternehmen?

Die Kurzarbeitsbeihilfe wird in Pauschalsätzen je Ausfallstunde gewährt. In den Pauschalsätzen sind sämtliche Sozialversicherungsbeiträge und die sonstigen lohnbezogenen Dienstgeberabgaben bereits enthalten. Zur Abgeltung der anteiligen Sonderzahlungen sind die Pauschalsätze um ein Sechstel erhöht.

Wie lange erhalten Sie die Beihilfe?

  • Zunächst höchstens 3 Monate.

  • Sind weiterhin alle Voraussetzungen erfüllt, kann die Beihilfe unmittelbar um maximal 3 weitere Monate verlängert werden.

Dazu wird eine Einzelvereinbarung zwischen den Mitarbeitern und dem Unternehmen erstellt, in dem die Eckpunkte fixiert werden.

Am Ende dieser Vereinbarung sollten die Mitarbeiter unterschreiben; ist dies nicht möglich, da ja die Mitarbeiter derzeit nicht ins Büro kommen sollen, ist eine SMS oder WhatsApp an mich mit der Mitteilung "Kurzarbeit einverstanden" ausreichend; dann aktualisiere ich die Liste entsprechend (die Unterschrift kann dann auch später erfolgen). 

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Erstellt MP am 14.3.2020 zuletzt geändert MP am 22.03.2020

© 2020 Pirker Kühlung

Kälte- und Klimatechnik GmbH

office@pirkerkuehlung.at    

1230 Wien, Zetschegasse 21/II

Impressum und AGB

T: +43(0)1/667 29 30

ANKÖ-Führungsbestätigung 2020 PIRKER KÜHLUNG